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Sunday, September 23, 2018 10:16 Age: 153 Days

Derby-Sieger Aramäer Heilbronn - TSV Schluchten 2:0


Soviel Zeit musste sein, trotz eines wichtigen Abendtermins. Die Spieler der Aramäer bildeten nach dem Abpfiff einen Kreis und sangen lauthals "Derby-Sieger, Derby-Sieger".

Die Heilbronner feierten am Samstag im Landesliga-Duell beim SV Schluchtern einen 2:0-Erfolg. Nach ihrer Jubelarie hatten es die siegreichen Akteure dann aber eilig, unter die Dusche zu kommen. "Wir treffen uns in Frankenstadion zum Kabinenfest", erzählte Betreuer Stephan Stock. Ein spontaner Kameradschaftsabend? "Nein", sagte Stock, "das war schon lange geplant, wenn wir schon mal samstags spielen."

Die knapp 150 Zuschauer sahen eine Partie mit zwei verschiedenen Halbzeiten. Im ersten Durchgang war Schluchtern das bessere Team. Nach der Pause, spätestens ab der Führung in der 59. Minute, beherrschten die Heilbronner das Geschehen deutlich.

Restlos bedienter Tobias Weinreuter

"Verliert man so ein Spiel, ist man eigentlich bis zum 30. Spieltag in der Tabelle hinten dabei", war SVS-Spielertrainer Tobias Weinreuter restlos bedient. "Nicht, dass wir klar besser waren, aber bis zum 0:1 waren wir nicht schlechter und hatten bis dahin die besseren Chancen." Ein Fazit, das Torsten Schlegel unterschreiben konnte. "Liegen wir zur Halbzeit hinten, dürfen wir uns nicht beschweren", sagte der Aramäer-Coach.

Vor der Pause war es Corin Bechtel, der drei Mal an der Führung für die Gastgeber scheiterte. Erst lenkte Aramäer-Torhüter Valantis Lazaridis einen Schuss des eine Woche zuvor doppelt erfolgreichen SVS-Stürmers zur Ecke (8. Minute), dann wurde ein Schuss der Nummer neun von einem Verteidiger ins Seitenaus geblockt (16.). Die dritte Chance bot sich Bechtel in der 44. Minute. Nach einer Ecke lenkte Lazaridis dessen Kopfball-Aufsetzer auf die Latte.

Robert Grau ist (fast) nicht zu stoppen

Für die Aramäer gab es in Durchgang eins nur eine aussichtsreiche Chance zu notieren. In der 20. Minute war Robert Grau weder durch Weinreuter noch Marcell Ebert oder Francesco Cauteruccio zu stoppen. Graus Abschluss wurde von Keeper Fabian Guttleber abgewehrt, der Nachschuss zischte am Pfosten vorbei.

Den zweiten Durchgang eröffnete Markus Willert mit einem Schuss, den Lazaridis ins Aus faustete. Beim folgenden Eckball scheiterte Bechtel am Keeper. Das war es dann aber auch, was den SVS betraf.

0:1-Schock zieht SVS den Stecker

In der 59. Minute landete ein Freistoß von Josip Roso nach einem Foul an Grau bei Kevin Berg. Beim ersten Abschlussversuch scheiterte dieser am glänzend reagierenden Guttleber, war dann aber im Nachschuss zur Führung für die Aramäer erfolgreich. Von diesem Schock erholten sich die Platzherren nicht mehr.

Zehn Minuten später wurde Robert Grau erneut zu Fall gebracht. Diesmal aber im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Berg zum 0:2. Schluchtern setzte jetzt alles auf eine Karte. Vergeblich. Auf der anderen Seite bewahrte Guttleber sein Team bei aussichtsreichen Kontern der Gäste vor einer höheren Niederlage.

Sichtlich zufriedener Torsten Schlegel

"Der Wille war da, aber nach dem 0:1 ging nichts mehr", sagte Wolfgang Hamann, stellvertretender Abteilungsleiter des SVS. Und Weinreuter fügte an: "Nach dem ersten Gegentor haben wir unsere Ordnung völlig verloren, so dass der Gegner verdient siegte." Auch für Schlegel war das 1:0 spielentscheidend. "Danach haben wir die Partie kontrolliert. Zuvor hat uns Lazaridis mit guten Paraden im Spiel gehalten. Wir haben gekämpft, es war eine geschlossene Mannschaftsleistung", sagte ein sichtlich zufriedener Schlegel, verabschiedete sich in Richtung Kabinenfest und ließ noch wissen: "Mit einem Derby-Sieg feiert es sich umso besser."

SV

Schluchtern: Guttleber, Weinreuter, Cauteruccio, Martel (71. Li. Assllani), Kilic, Ebert (77. Reichert), Wörner, Budak (65. Zafer), Willert, Argagün (83. Weber), Bechtel.

Aramäer Heilbronn: Lazaridis, Deger, Berg, Zucknick, Feyerabend, M. Hartmann, Tolu, Roso, Grau, Abdulahad (33. Stambolitis, 89. Omerovic), Leka (80. Madaro).

Tore: 1:0 (59.) Berg, 2:0 (69. Foulelfmeter) Berg.

Schiedsrichter: Markus Sutera (SRG Schwäbisch Gmünd). Zuschauer: 150.